IV. Erläuterungen zur Bilanz

1
Immaterielle Vermögenswerte
Entwicklung der Immateriellen Vermögenswerte
in T € Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Geschäfts- oder Firmenwerte Geleistete Anzahlungen Immaterielle Vermögenswerte gesamt
Anschaffungs- / Herstellungskosten 2016 2015 2016 2015 2016 2015 2016 2015
Stand 1.1. 61.708 58.279 103.910 103.019 8.550 8.543 174.168 169.841
Veränderung Konsolidierungskreis 2 135 –122 137 –122
Währung 700 –717 482 525 1.182 –192
Sonstiges 6.502 –15 -338 –11 6.164 –26
Zugang 2.519 2.785 7.520 5.527 10.039 8.312
Zugang aus Unternehmenszusammenschluss 40 499 539
Abgang 726 584 14 3.600 740 4.184
Umbuchung 1.061 1.920 –275 –1.920 786
Umbuchung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte –599 –599
Stand 31.12. 71.167 61.708 104.189 103.910 15.781 8.550 191.137 174.168
               
Kumulierte Abschreibungen 2016 2015 2016 2015 2016 2015 2016 2015
Stand 1.1. 51.032 48.161 21.061 10.239 72.093 58.400
Währung 605 –438 46 –14 651 –452
Sonstiges 2.089 –8 –338 –10 1.751 –18
Zugang 4.447 3.838 6.478 10.846 10.925 14.684
Abgang 650 521 650 521
Umbuchung
Umbuchung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte –229 –229
Stand 31.12. 57.294 51.032 27.247 21.061 84.541 72.093
Nettowert 31.12. 13.873 10.676 76.942 82.849 15.781 8.550 106.596 102.075

Die Zugänge bei den Immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 10,0 Mio. € (Vorjahr 8,3 Mio. €) betreffen wie im Vorjahr vor allem Anzahlungen und aktivierte Eigenleistungen für eine neue Software im Vertrieb.

Im Geschäftsjahr haben wir, wie im Vorjahr, keine Entwicklungskosten aktiviert, da die in IAS 38 definierten, umfangreichen Aktivierungsvoraussetzungen nicht vollständig gegeben waren. Die Position „Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten“ enthält wie im Vorjahr 9,3 Mio. € Software inkl. Softwarelizenzen mit begrenzter Nutzungsdauer. Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen liegen wie im Vorjahr nicht vor.

Die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten im Zusammenhang mit der Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte enthalten keine Posten aus Steuern und aus Finanzierungsaktivitäten.

Für die Bestimmung des Diskontierungsfaktors wird das Verfahren der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten Weighted Average Cost of Capital (WACC) in Verbindung mit dem Capital-Asset-Pricing-Model (CAPM) unter Berücksichtigung einer Peer-Group herangezogen, wonach zunächst Eigenkapitalkosten mithilfe des CAPM sowie die Fremdkapitalkosten zu bestimmen sind und danach mit der Kapitalstruktur unter Berücksichtigung der Peer-Group gewichtet werden. Als Basiszins wurde der Zins einer risikofreien Bundesanleihe mit einer Laufzeit von 30 Jahren zugrunde gelegt. Er beträgt im Berichtsjahr 0,5 % (Vorjahr 1,5 %). Die Marktrisikoprämie haben wir unverändert mit 5,75 % angesetzt, der dabei verwendete Beta-Faktor beträgt 1,06 (Vorjahr 1,03). Darüber hinaus werden individuell für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit (CGU) die länderspezifischen Steuersätze sowie Länderrisikoprämien berücksichtigt. Wir haben wie im Vorjahr Wachstumsraten zwischen 0,75 % und 1,25 % angesetzt.

Diskontierungszinssätze
vor Steuern in % (Value in Use) 2016 2015
Gesellschaften in Deutschland 8,5 – 8,6 9,6 – 9,8
Gesellschaften in den Niederlanden 8,1 9,3
Gesellschaften in Italien 13,3 – 13,5 13,7 – 14,3
Gesellschaften in den USA 9,1 10,4
Gesellschaften in Südafrika 12,8 13,8
Gesellschaften in den übrigen Ländern Europas 8,3 – 14,5 8,9 – 15,4
     
nach Steuern in % (Fair Value less Cost to Sell) 2016 2015
Gesellschaften in Südkorea 7,3 8,3
GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE
Bezeichnung der CGU / in T € 31.12.2016 31.12.2015
KSB Seil Co., Ltd. (Südkorea) 27.432 27.188
DP industries B.V. (Niederlande) 18.285 18.285
Société de travaux et Ingénierie Industrielle (ST II) (Frankreich) 5.689 5.689
REEL s.r.l. (Italien) 5.526
Dynamik-Pumpen GmbH (Deutschland) 3.150 3.150
Uder Elektromechanik GmbH (Deutschland) 2.980 2.980
KSB Finland Oy (Finnland) 2.603 2.468
KSB Pumps (S.A.) (Pty) Ltd. (Südafrika) 2.059 1.755
KSB SERVICE ETC S.A.S. (Frankreich) 1.412 1.412
63.610 68.453
Sonstige 16 (Vorjahr 17) Gesellschaften 13.332 14.396
Gesamt 76.942 82.849

Die jährlich durchzuführende Werthaltigkeitsprüfung ergab Wertminderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte bei den nachfolgend genannten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten:

WERTMINDERUNGSAUFWAND GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE
Bezeichnung der CGU Segment Diskontierungsfaktor Erzielbarer Betrag in T€ Wertminderungs- aufwand in T€
REEL s.r.l. (Italien) Pumpen 13,5 % 2.412 5.526
KSB, Inc. – Western Division (USA) Service 9,1 % 952
Gesamt 31.12.2016 6.478
REEL s.r.l. (Italien) Pumpen 13,9 % 8.367 4.155
KSB SERVICE MEDIATEC S.A.S. (Frankreich) Service 13,4 % 1.058 3.179
KSB Service Centre-Est S.A.S. (Frankreich) Service 11,7 % 1.425 2.609
KSB Service Est S.A.S. (Frankreich) Service 12,1 % 2.546 903
Gesamt 31.12.2015 10.846

Die durchgeführten Wertminderungen resultieren aus anhaltenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten und wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position „Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen“ erfasst.

DETAILINFORMATIONEN ZU WESENTLICHEN FIRMENWERTEN
Zahlungsmittel- generierende Einheit Verfahren Buchwert Firmenwert in Mio. € Anteil am Gesamtfirmenwert Diskontie- rungszinssatz Wachstumsrate Grundannahmen Unternehmensplanung Vorgehensweise zur Wertbestimmung der Grundannahme
KSB Seil Co., Ltd. Fair Value less Cost to Sell (berücksichtigte Veräußerungskosten 250 T€) 27,4 36 % 7,3 % nach Steuern 1,00
  • langfristig verbesserte Konjunkturerwartung Schiffbau (Flüssiggastanker) und damit einhergehende spürbar verbesserte Wachstumsraten der Märkte
  • wenig veränderte Wechselkurse
Berücksichtigung volkswirtschaftlicher Rahmendaten und externer Marktstudien
DP industries B.V. Value in Use 18,3 24 % 8,1 % vor Steuern 1,25
  • erhöhter Kundenfokus
  • geringfügige bis deutliche Wachstumsraten der Märkte
Berücksichtigung volkswirtschaftlicher Rahmendaten und konzerninterner Einschätzung der betreffenden Einkaufs- und Verkaufsabteilungen

Für die als wesentlich erachteten Geschäfts- oder Firmenwerte wurden beim jährlichen Werthaltigkeitstest die folgenden Annahmen zur Entwicklung des Auftragseingangs, der Umsätze sowie des operativen Ergebnisses getroffen:

Zahlungsmittel- generierende Einheit Auftragseingang Umsatz EBIT Planungszeitraum
KSB Seil Co., Ltd. Im Durchschnitt starkes Wachstum Im Durchschnitt deutliches Wachstum Als Resultat der Umsatz- und Kostenplanung im Durchschnitt starkes Wachstum 7 Jahre
DP industries B.V. Im Durchschnitt deutliches Wachstum Im Durchschnitt deutliches Wachstum Als Resultat der Umsatz- und Kostenplanung im Durchschnitt moderates Wachstum 5 Jahre

Die Geschäftsentwicklung der KSB Seil Co., Ltd. ist eng verbunden mit der konjunkturellen Entwicklung der langzyklischen Schiffbauindustrie. Dies dokumentieren auch unsere verwendeten Studien zur Marktentwicklung aus externen Quellen, die Prognosen für die nächsten sieben Jahre beinhalten. Dementsprechend haben wir für den Impairmenttest dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit einen Betrachtungszeitraum von sieben Jahren anstelle der von uns üblicherweise angesetzten fünf Jahre gewählt.

Bei der Ermittlung des Fair Values less Cost to Sell der südkoreanischen KSB Seil Co., Ltd. basieren die im Rahmen des Discounted-Cashflow-Verfahrens angesetzten Inputfaktoren großteils auf beobachtbaren Marktdaten (Basiszinssatz) oder frei zugänglichen Informationen (zum Beispiel Länderrisikoeinstufung, Steuersätze, Beschaffungspreise, Verkaufspreise, Marktstudien).

Zusätzlich zur Werthaltigkeitsprüfung wurden für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit Sensitivitätsanalysen durchgeführt: Eine Erhöhung des jeweiligen Diskontierungsfaktors um 5 % oder eine um 0,25 Prozentpunkte geringere Wachstumsrate würde zu keinem weiteren Abwertungsbedarf führen. Darüber hinaus hätte die Sensitivitätsanalyse hinsichtlich der Auswirkung eines um 10 % geringeren Umsatzes bei entsprechender Auswirkung auf das EBIT ebenfalls keinen weiteren Abwertungsbedarf ergeben.

Im Berichtsjahr waren wie im Vorjahr keine Wertminderungen auf andere Immaterielle Vermögenswerte vorzunehmen.

2
Sachanlagen
Entwicklung der Sachanlagen
in T € Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Sachanlagen gesamt
Anschaffungs- / Herstellungskosten 2016 2015 2016 2015 2016 2015 2016 2015 2016 2015
Stand 1.1. 344.473 332.531 551.208 528.014 212.750 205.681 53.791 34.359 1.162.222 1.100.585
Veränderung Konsolidierungskreis 10 –104 12 –70 102 –35 124 –209
Währung 5.482 815 6.873 3.601 2.878 –163 92 2.523 15.325 6.776
Sonstiges 6 60 –8 –20 –2 40
Zugang 10.888 7.717 21.113 19.939 16.599 19.170 23.554 27.669 72.154 74.495
Zugang aus Unternehmenszusammenschluss 134 78 212
Abgang 529 12 12.165 5.242 17.789 13.519 156 41 30.639 18.814
Umbuchung 19.651 3.514 23.921 5.496 1.874 1.709 –46.232 –10.719 –786
Umbuchung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte –7.906 –122 –7.358 –668 –1.203 –73 –16.467 –863
Stand 31.12. 372.075 344.473 583.604 551.208 215.203 212.750 31.049 53.791 1.201.931 1.162.222
                     
Kumulierte Abschreibungen 2016 2015 2016 2015 2016 2015 2016 2015 2016 2015
Stand 1.1. 146.566 136.542 372.554 345.201 149.271 143.034 668.391 624.777
Währung 801 1.571 4.266 2.876 2.286 –454 7.353 3.993
Sonstiges 2 20 –40 –13 –38 7
Zugang 8.832 8.542 34.178 30.298 18.657 19.321 61.667 58.161
Abgang 273 11.201 4.831 16.600 13.035 28.074 17.866
Umbuchung –479 479
Umbuchung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte –2.907 –89 –5.131 –531 –936 –61 –8.974 –681
Stand 31.12. 153.019 146.566 394.668 372.554 152.638 149.271 700.325 668.391
Nettowert 31.12. 219.056 197.907 188.936 178.654 62.565 63.479 31.049 53.791 501.606 493.831

Vermögenswerte aus Finanzierungsleasingverträgen sind im Anlagevermögen gemäß IAS 17 aktiviert. Gegenläufig sind entsprechende Finanzschulden passiviert. Der Buchwert dieser aktivierten Vermögenswerte beträgt 2.022 T€ (Vorjahr 2.277 T€), davon entfallen 918 T€ (Vorjahr 1.260 T€) auf Grundstücke und Bauten, 123 T€ (Vorjahr 113 T€) auf Technische Anlagen und Maschinen sowie 981 T€ (Vorjahr 904 T€) auf Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Im Geschäftsjahr wurde beschlossen, die chinesische Gesellschaft KSB Shanghai Precision Casting Co., Ltd., Shanghai (Segment Pumpen) zu veräußern. Darüber hinaus haben wir uns Ende Januar 2017 vom Armaturengeschäft der US-amerikanischen Gesellschaft KSB AMRI, Inc., Houston getrennt. Weiterhin veräußern wir ein Grundstück unserer australischen Gesellschaft, die dem Segment Pumpen zugeordnet ist. Aufgrund dieser aus strategischen Gründen getroffenen Entscheidungen werden die zugehörigen Vermögenswerte und Schulden gemäß IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten klassifiziert. Es waren keine Abschreibungen auf die Veräußerungsgruppe durchzuführen, da der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten nicht unter dem Buchwert lag. Es sind ebenfalls keine kumulierten Erträge und Aufwendungen, die in Verbindung mit der Veräußerungsgruppe stehen, im Sonstigen Ergebnis enthalten.

Die als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden gliedern sich wie folgt:

KSB Australia Pty Ltd, Bundamba QLD, Australien KSB AMRI, Inc., Houston, USA KSB Shanghai Precision Casting Co., Ltd., Shanghai, China
in T € 31.12.2016 31.12.2016 31.12.2016
Immaterielle Vermögenswerte 371
Sachanlagen 1.467 967 5.058
Vorräte 2.891 1.631
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1.430 548
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4 2
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 1.467 5.292 7.610
KSB Australia Pty Ltd, Bundamba QLD, Australien KSB AMRI, Inc., Houston, USA KSB Shanghai Precision Casting Co., Ltd., Shanghai, China
in T € 31.12.2016 31.12.2016 31.12.2016
Rückstellungen –216
Verbindlichkeiten –152 –662
Zur Veräußerung gehaltene Schulden –368 –662

Aus dem Abgang von Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagevermögen sind Buchgewinne von 1.478 T€ (Vorjahr 2.769 T€) und Buchverluste von 1.270 T€ (Vorjahr 3.258 T€) entstanden. Der Ausweis der Buchgewinne und -verluste erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Sonstigen Erträgen und den Anderen Aufwendungen.

Wir haben 3.757 T€ (im Vorjahr keine) Wertminderungen auf Sachanlagen vorgenommen, da wir infolge der nachhaltig schwierigen Konjunktur im Energiegeschäft keine ausreichenden, nachhaltigen künftigen Zahlungsmittelzuflüsse aus diesen Vermögenswerten erwarten.

3
Finanzielle Vermögenswerte
in T € 31.12.2016 31.12.2015
Sonstige Beteiligungen 5.401 5.074
Wertpapiere 667 668
Ausleihungen 2.458 2.219
8.526 7.961

Die Sonstigen Beteiligungen entsprechen den Anteilen an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, die wegen Unwesentlichkeit nicht konsolidiert werden. Von den Ausleihungen entfallen wie im Vorjahr keine auf Ausleihungen an Beteiligungen.

4
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

In der nachfolgenden Tabelle sind die für den KSB Konzern wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen aufgeführt. Der Sitz entspricht dem Land, in dem die Haupttätigkeit durchgeführt wird. Sämtliche Gemeinschaftsunternehmen sowie assoziierte Unternehmen wurden nach der Equity-Methode bilanziert und sind ebenfalls der Anteilsbesitzliste in diesem Konzernanhang zu entnehmen. Der Anteil am Kapital entspricht dem Anteil der Stimmrechte.

WESENTLICHE GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN
Name und Sitz Anteil am Kapital Art der Beteiligung
KSB Pumps Arabia Ltd., Saudi-Arabien 50,00 % KSB Pumps Arabia Ltd. in Riad, Saudi-Arabien, bietet eine breite Palette von Dienstleistungen und Aktivitäten für den Energiemarkt sowie für Wasser-, Abwasser- und Haustechnik-Anwendungen. Hierzu gehören Business Development und Marketing, Supply-Chain-Management, Fertigung von Druckerhöhungsanlagen und Pumpenaggregaten, Verkauf von Pumpen, Armaturen und Systemen und technische Service-Aktivitäten. KSB Pumps Arabia Ltd. ist wichtig für das Wachstum des Konzerns auf dem saudi-arabischen Markt.
Shanghai Electric-KSB Nuclear Pumps and Valves Co., Ltd., China 45,00 % Shanghai Electric-KSB Nuclear Pumps and Valves Co., Ltd. in Shanghai, China, stellt geeignete Hilfspumpen für den Sekundärkreislauf sowie moderne Hauptkühlmittelpumpen für den Primärkreislauf von Kernkraftwerken her. Shanghai Electric-KSB Nuclear Pumps and Valves Co., Ltd. stellt eine strategische Partnerschaft für den Konzern dar. Dadurch partizipiert KSB am Ausbau der Energiekapazitäten in China und anderen asiatischen Märkten.

Beide oben genannten Gemeinschaftsunternehmen sind nicht börsennotierte Gesellschaften und daher gibt es keinen verfügbaren aktiven Marktwert.

Die zusammenfassenden Finanzinformationen hinsichtlich dieser wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen des KSB Konzerns sind nachfolgend angegeben.

ZUSAMMENGEFASSTE BILANZ
KSB Pumps Arabia Ltd. Shanghai Electric-KSB Nuclear Pumps and Valves Co., Ltd.
in T € 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015
Langfristige Vermögenswerte 4.051 3.687 90.404 96.312
Kurzfristige Vermögenswerte 43.248 38.835 86.062 74.975
davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5.093 1.149 7.569 6.771
Langfristige Schulden –7.583 –1.976 –39.238 –11.451
davon langfristige finanzielle Schulden (ohne Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Rückstellungen) –6.336 –942
Kurzfristige Schulden –20.779 –20.185 –107.448 –121.574
davon kurzfristige finanzielle Schulden (ohne Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Rückstellungen) –3.650 –4.439 –40.649 –18.867
Nettovermögen 18.937 20.361 29.780 38.262
ZUSAMMENGEFASSTE GESAMTERGEBNISRECHNUNG
KSB Pumps Arabia Ltd. Shanghai Electric-KSB Nuclear Pumps and Valves Co., Ltd.
in T € 2016 2015 2016 2015
Umsatzerlöse 38.387 45.896 29.841 51.856
Planmäßige Abschreibungen 290 299 3.758 3.145
Zinserträge 1 18 15
Zinsaufwendungen –418 –159 –2.833 –3.084
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen 3.074 7.967 –6.164 238
Ertragsteuern –1.109 –575 –934 –1.513
Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen 1.965 7.392 –7.098 –1.276
Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen
Sonstiges Ergebnis 549 1.760 –1.384 2.507
Gesamtergebnis 2.514 9.152 –8.482 1.231
Vom Gemeinschaftsunternehmen erhaltene Dividenden 1.969 1.203
ÜBERLEITUNG ZUM BUCHWERT DES KONZERNANTEILS AN GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN
KSB Pumps Arabia Ltd. Shanghai Electric-KSB Nuclear Pumps and Valves Co., Ltd.
in T € 2016 2015 2016 2015
Nettobuchwert 1.1. 20.361 13.615 38.262 37.031
Ergebnis nach Ertragsteuern 1.965 7.392 –7.098 –1.276
Dividendenausschüttung –3.937 –2.406
Sonstiges Ergebnis 549 1.760 –1.384 2.507
Nettobuchwert 31.12. 18.938 20.361 29.780 38.262
Anteil am Gemeinschaftsunternehmen (50 % / 45 %) 9.469 10.181 13.401 17.218
Zwischenergebniseliminierung –3.058 –2.420
Geschäfts- oder Firmenwert
Buchwert 31.12. 9.469 10.181 10.343 14.798
ZUSAMMENFASSENDE INFORMATIONEN FÜR GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN UND ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN, DIE EINZELN UNWESENTLICH SIND
in T € Gemeinschafts­unternehmen 2016 Assoziierte Unternehmen 2016 Gesamt 2016 Gemeinschafts­unternehmen 2015 Assoziierte Unternehmen 2015 Gesamt 2015
Anteil des Konzerns am Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen 266 524 790 679 525 1.204
Anteil des Konzerns am Sonstigen Ergebnis 107 107 305 305
Anteil des Konzerns am Gesamtergebnis 383 524 907 984 525 1.509
Summe der Buchwerte der Konzernanteile an diesen Unternehmen 3.595 1.032 4.627 3.148 1.108 4.256

Wie im Vorjahr gibt es keine nicht erfassten anteiligen Verluste aus der Equity-Konsolidierung.

5
Vorräte
in T € 31.12.2016 31.12.2015
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 168.455 163.123
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 179.859 163.716
Fertige Erzeugnisse und Waren 100.534 115.027
Geleistete Anzahlungen 18.589 12.545
467.437 454.411

In Höhe von 52.336 T€ (Vorjahr 61.508 T€) sind Vorräte zum Nettoveräußerungswert bilanziert. Die in der Berichtsperiode als Aufwand erfassten Wertminderungen betragen 18.318 T€ (Vorjahr 7.125 T€). Wertaufholungen aufgrund von Neueinschätzungen in Höhe von 7.856 T€ (Vorjahr 1.905 T€) haben wir dann vorgenommen, wenn der aktuelle Nettoveräußerungswert über dem des Vorjahres liegt. Vorräte in Höhe von 871.208 T€ (Vorjahr 968.817 T€) sind als Aufwand der Berichtsperiode erfasst worden.

6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und PoC sowie sonstige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte
in T € 31.12.2016 31.12.2015
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und PoC 614.293 663.740
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 504.595 524.610
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Sonstige Beteiligungen, assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen 33.576 36.193
davon gegen sonstige Beteiligungen 6.480 8.316
davon gegen assoziierte Unternehmen 39 330
davon gegen Gemeinschaftsunternehmen 27.057 27.547
Forderungen aus der PoC-Bewertung 76.122 102.937
Forderungen aus der PoC-Bewertung (ohne erhaltene Anzahlungen PoC) 147.078 185.605
Erhaltene Anzahlungen PoC –70.956 –82.668
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 186.995 156.169
Forderungen aus Darlehen gegen Sonstige Beteiligungen, assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen 13.578 3.189
Devisentermingeschäfte 2.170 1.978
Andere Forderungen und sonstige Vermögenswerte 171.247 151.002
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 24.923 25.200
Sonstige Steuerforderungen 18.100 18.210
Rechnungsabgrenzungen 6.823 6.990

Wertberichtigungen bestehen gegen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 34.530 T€ (Vorjahr 35.560 T€), gegen Sonstige Beteiligungen in Höhe von 6.283 T€ (Vorjahr 3.644 T€), gegen Gemeinschaftsunternehmen und gegen assoziierte Unternehmen wie im Vorjahr keine.

Die Fertigungsaufträge nach IAS 11 enthalten ein Ergebnis von 32.167 T€ (Vorjahr 44.920 T€) und Kosten von 114.911 T€ (Vorjahr 140.685 T€). Der Umsatz nach IAS 11 beträgt 406.604 T€ (Vorjahr 498.435 T€).

In den Anderen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten sind gesetzlich vorgeschriebene Anlagen zur Absicherung von Wertguthaben aus Altersteilzeitvereinbarungen und Langzeitarbeitskonten der deutschen Konzerngesellschaften in Höhe von 16.951 T€ (Vorjahr 15.501 T€) enthalten.

Es sind 25.230 T€ (Vorjahr 31.950 T€) der gesamten Forderungen und sonstigen Vermögenswerte nach mehr als einem Jahr fällig.

7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten handelt es sich um kurzfristig angelegtes Fest- und Tagesgeld sowie um Kontokorrentguthaben.

8
Eigenkapital

Das Grundkapital der KSB AG ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Es beträgt satzungsgemäß 44.771.963,82 € und ist wie im Vorjahr in 886.615 Stammaktien und 864.712 Vorzugsaktien eingeteilt. Jede Stückaktie ist am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt. Die Vorzugsaktien sind mit einem nachzuzahlenden selbstständigen Vorzugsgewinnanteil und einem Anspruch auf eine gestaffelte Mehrdividende ausgestattet. Alle Aktien sind auf den Inhaber lautende Stückaktien. Die Stückaktien haben keinen Nennwert.

Die Kapitalrücklage resultiert aus der Einstellung von Aufgeldern aus Kapitalerhöhungen zurückliegender Jahre.

Die Gewinnrücklagen enthalten neben thesaurierten Ergebnissen ergebnisneutral verrechnete Währungsumrechnungs- und Konsolidierungseffekte, Neubewertungen von leistungsorientierten Versorgungsplänen nach IAS 19 sowie Marktwertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten. Aus diesen Effekten resultieren 75.663 T€ (Vorjahr 61.762 T€) Aktive latente Steuern und 39 T€ (Vorjahr keine) Passive latente Steuern.

Aus dem Eigenkapital wurden gemäß Beschluss der Hauptversammlung der Muttergesellschaft des Konzerns KSB AG, Frankenthal, vom 11. Mai 2016 insgesamt 9.857 T€ ausgeschüttet (Dividende von 5,50 € je Stammaktie und 5,76 € je Vorzugsaktie).

Die nicht beherrschenden Anteile anderer Gesellschafter entfallen größtenteils auf die von der PAB GmbH, Frankenthal, gehaltenen Beteiligungen sowie auf unsere Gesellschaften in Indien und China. An der PAB GmbH ist die KSB AG mit 51 % beteiligt, die Klein Pumpen GmbH, Frankenthal, mit 49 %.

Die Entwicklung der Eigenkapitalpositionen und der nicht beherrschenden Anteile anderer Gesellschafter ist in der „Eigenkapitalveränderungsrechnung“ dargestellt.

Der Vorschlag zur Verwendung des nach deutschem HGB ermittelten Bilanzgewinns der KSB AG befindet sich am Ende dieses Anhangs.

Angaben zum Kapitalmanagement

Eine ausreichende finanzielle Unabhängigkeit ist für KSB wichtige Voraussetzung, um den dauerhaften Fortbestand von KSB zu sichern. Auch die Ausstattung der laufenden Geschäftstätigkeit mit den erforderlichen finanziellen Mitteln ist für uns von wesentlicher Bedeutung. Wichtige Steuerungsgröße ist für uns die Nettofinanzposition, welche sich aus dem Saldo aus Finanzschulden und verzinslichen Geldwerten (Wertpapiere des kurz- und langfristigen Vermögens, zinstragende Ausleihungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Geldanlagen) ergibt. Unser nachhaltiges Ziel ist eine Nettoverschuldung zu vermeiden. Die Entwicklung dieser Kennzahl überwachen wir regelmäßig und steuern sie unter anderem durch aktives Working-Capital-Management sowie durch die ständige Optimierung unserer Finanzierungsstruktur. Weitere Erfolge im Working-Capital-Management und eine unverändert fokussierte Investitionspolitik waren die Grundlage dafür, dass wir im Geschäftsjahr unsere ursprüngliche Zielgröße von 200 bis 210 Mio. € übertreffen konnten und 259,5 Mio. € erreicht haben. Bereits im Vorjahr hatte sich die Nettofinanzposition besser entwickelt als ursprünglich geplant (211,3 Mio. € gegenüber geplanten 180 bis 190 Mio. €). Ursächlich hierfür waren ebenfalls Erfolge im Working-Capital-Management sowie eine fokussierte Investitionspolitik.

9
Rückstellungen

Die in der Bilanz unter den lang- und kurzfristigen Schulden ausgewiesenen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2016 31.12.2015
Entwicklung in T € Gesamt Langfristig Kurzfristig Gesamt Langfristig Kurzfristig
Leistungen an Arbeitnehmer 676.456 605.540 70.916 614.869 541.256 73.613
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 589.542 589.542 526.033 526.033
Übrige Leistungen an Arbeitnehmer 86.914 15.998 70.916 88.836 15.223 73.613
Sonstige Rückstellungen 99.566 1.406 98.160 100.829 1.379 99.450
Garantieverpflichtungen und Pönalien 50.257 50.257 52.234 52.234
Restrukturierungsrückstellungen 5.294 5.294 3.372 3.372
Übrige Rückstellungen 44.015 1.406 42.609 45.223 1.379 43.844
776.022 606.946 169.076 715.698 542.635 173.063

Im Geschäftsjahr 2016 haben sich die einzelnen Rückstellungsgruppen wie folgt entwickelt:

Entwicklung in T € 1.1.2016 Veränderung Konsolidierungs­kreis / Währung / Sonstiges Verbrauch / Vorauszahlungen Auflösung Zuführung 31.12.2016
Leistungen an Arbeitnehmer 614.869 705 –78.301 –2.452 141.635 676.456
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 526.033 194 –15.732 –953 80.000 589.542
Übrige Leistungen an Arbeitnehmer 88.836 511 –62.569 –1.499 61.635 86.914
Sonstige Rückstellungen 100.829 570 –57.715 –6.982 62.864 99.566
Garantieverpflichtungen und Pönalien 52.234 –60 –26.552 –6.252 30.887 50.257
Restrukturierungsrückstellungen 3.372 –16 –1.372 –230 3.540 5.294
Übrige Rückstellungen 45.223 646 –29.791 –500 28.437 44.015
715.698 1.275 –136.016 –9.434 204.499 776.022
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsverpflichtungen im KSB Konzern umfassen beitrags- sowie leistungsorientierte Pläne und enthalten sowohl Verpflichtungen aus laufenden Pensionen als auch Anwartschaften auf zukünftig zu zahlende Pensionen.

Für Mitarbeiter von Konzerngesellschaften in Deutschland besteht ein beitragsorientierter Plan im Rahmen der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung, in die der Arbeitgeber den derzeit gültigen Beitragssatz der rentenpflichtigen Vergütung einzuzahlen hat. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung an staatliche Rentenversicherungsträger erfassten Aufwendungen belaufen sich auf 25.676 T€ (Vorjahr 25.866 T€). Für beitragsorientierte Altersversorgungspläne weiterer Mitarbeiter im Ausland wurden im Berichtsjahr 8.488 T€ (Vorjahr 8.546 T€) aufgewendet.

Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen für Mitarbeiter des Konzerns entfallen überwiegend auf Pensionsverpflichtungen in Deutschland sowie in Frankreich, USA und der Schweiz.

Die leistungsorientierten Altersversorgungspläne (Defined Benefit Plans) resultieren zu rund 90 % aus den deutschen Konzerngesellschaften. Dabei handelt es sich um Direktzusagen der Gesellschaften an ihre Mitarbeiter. Die Zusagen orientieren sich an deren Entgelt und Beschäftigungsdauer. Teilweise liegen auch Eigenbeiträge der Mitarbeiter zugrunde. Diese Altersversorgung gliedert sich in die ausschließlich unternehmensfinanzierte Grundversorgung und in die Arbeitgeber-Aufbauversorgung. Letztere hängt ab von der Höhe der Eigenbeiträge und der erzielten Umsatzrendite vor Ertragsteuern. Beide Bausteine berücksichtigen die Komponenten allgemeiner Versorgungsbeitrag (dessen Höhe hängt teilweise vom Unternehmenserfolg ab), persönliche Verdienstrelation (das Verhältnis von versorgungsfähigem Einkommen zur maßgebenden Beitragsbemessungsgrenze) und Verrentungsfaktor (der sich am Lebensalter orientiert). Die Altersversorgungsleistungen werden in jährlichen Raten von jeweils einem Zehntel des Betrages gezahlt. Abweichend hiervon ist eine Kapitalleistung oder die Auszahlung als monatliche Rente unter bestimmten Bedingungen ebenfalls möglich.

Die Altersversorgungspläne in Frankreich werden durch Bestimmungen in den jeweiligen Tarifverträgen geregelt. Die Verpflichtungen werden grundsätzlich durch das in einen externen Fonds eingezahlte Vermögen gedeckt. Hierzu wird zu Anfang des letzten Quartals eines jeden Jahres ein versicherungsmathematisches Gutachten zur Berechnung des aktuellen Verpflichtungsumfangs erstellt und sofern sich eine Unterdeckung ergibt, erfolgt eine Ausgleichszahlung an den Fonds. Unterschiede in den Berechnungsparametern nach lokalem und internationalem Recht führen im Konzern letztlich zu einem Überhang der Verpflichtungen. Zum Zeitpunkt des Renteneintritts erfolgt eine Einmalzahlung durch den Fonds an den jeweiligen Mitarbeiter.

Die leistungsorientierten Pensionspläne in den USA sind für Neueintritte geschlossen. Die Versorgungsleistung leitet sich aus dem Durchschnittsgehalt und den erworbenen Dienstjahren vor Schließung des Plans ab. Das Renteneintrittsalter beträgt 65 Jahre; ab diesem Zeitpunkt wird eine monatliche Zahlung an die Begünstigten geleistet. Die Pensionsleistungen werden über externe Fonds finanziert.

Die Pensionsverpflichtungen in der Schweiz beruhen zum überwiegenden Teil auf gesetzlichen Verpflichtungen. Diese umfassen auch Angaben zu einer Minimalrente, die jedem Mitarbeiter ohne Beitragslücken gesetzlich zusteht. Der Arbeitgeber ist daher verpflichtet Beiträge in solcher Höhe zu zahlen, dass es der jeweiligen Pensionskasse oder Versicherungsgesellschaft möglich ist, diese Mindestsumme auszuzahlen. Die Pläne umfassen neben der Altersversorgung auch andere Leistungen wie beispielsweise Invalidität oder Hinterbliebenenversorgung. Es werden sowohl Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmerbeiträge an die Pensionskasse entrichtet, wobei das Unternehmen Beiträge zu leisten hat, die mindestens den in den Planbedingungen vorgegebenen Arbeitnehmerbeiträgen entsprechen. Die Versorgungsleistungen werden in monatlichen Beträgen ausbezahlt, es besteht jedoch für jeden Mitarbeiter auch die Möglichkeit der (teilweisen) Kapitalleistung.

Darüber hinaus existieren für weitere Mitarbeiter im Ausland in geringem Umfang ebenfalls Zusagen auf Alters- und zum Teil auf medizinische Versorgung, die im Wesentlichen von der Betriebszugehörigkeit und dem bezogenen Gehalt abhängig sind.

Die leistungsorientierten Pläne belasten den Konzern mit versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko und dem Zinsrisiko. Die mit den Pensionsverpflichtungen verbundenen Auszahlungen bedienen wir überwiegend über unsere Liquidität. Zu einem Teil besteht auch Planvermögen zur Finanzierung dieser Verpflichtung. Der Großteil des Planvermögens wird von Versicherungsdienstleistern verwaltet, die eigenständig die, auf die Verpflichtung abgestimmten, Anlagestrategien festlegen.

Die versicherungsmathematischen Bewertungen des Planvermögens und des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung (sowie der dazugehörige Dienstzeitaufwand und der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand) werden jährlich anhand versicherungsmathematischer Gutachten nach dem Verfahren laufender Einmalprämien (Projected-Unit-Credit-Methode, ias 19) ermittelt.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge für leistungsorientierte Zusagen ergeben sich wie folgt:

in T € Leistungsorientierte Verpflichtungen (DBO) 31.12.2016 Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 31.12.2016 Nettoschuld aus leistungsorientierten Zusagen
31.12.2016
Leistungsorientierte Verpflichtungen (DBO)
31.12.2015
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 31.12.2015 Nettoschuld aus leistungsorientierten Zusagen
31.12.2015
Deutschland 560.775 560.775 502.739 502.739
Frankreich 17.035 7.265 9.770 13.098 6.918 6.180
USA 15.936 12.180 3.756 15.168 11.293 3.875
Schweiz 17.998 16.493 1.505 17.439 15.740 1.699
Übrige Länder 42.648 28.912 13.736 40.933 29.393 11.540
Bilanzwerte 654.392 64.850 589.542 589.377 63.344 526.033

Die Veränderungen im Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

in T € 2016 2015
Anfangsbestand der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) – 1.1. 589.377 582.495
Laufender Dienstzeitaufwand 15.867 16.504
Zinsaufwand 14.269 13.874
Arbeitnehmerbeiträge 5.520 6.574
Neubewertungen
– / + Gewinn / Verlust aus der Änderung demografischer Annahmen –215 587
– / + Gewinn / Verlust aus der Änderung finanzieller Annahmen 52.479 –16.260
– / + Erfahrungsbedingter Gewinn / Verlust –2.481 –2.804
Leistungszahlungen –19.054 –18.231
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand (inkl. Effekte aus Abgeltungen und Kürzungen) 445 –1.343
Übertragung von Vermögenswerten –559 397
Währung –1.141 3.754
Veränderung Konsolidierungskreis / Sonstiges –115 3.830
Endbestand der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) – 31.12. 654.392 589.377

Der laufende sowie der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand werden im Personalaufwand unter Aufwendungen für Altersversorgung und der Zinsaufwand im Finanzergebnis unter Zinsen und ähnliche Aufwendungen erfasst.

Die im Folgejahr erwarteten Beiträge betragen voraussichtlich etwa 11.770 T€ (Vorjahr 19.820 T€).

Die Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens stellen sich wie folgt dar:

in T € 2016 2015
Anfangsbestand des zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Planvermögens – 1.1. 63.344 57.926
Zinserträge 2.329 2.297
Neubewertungen
+ / – Gewinn / Verlust aus dem Planvermögen ohne bereits im Zinsertrag erfasste Beträge 2.514 –390
Beiträge des Arbeitgebers 2.216 2.485
Beiträge der begünstigten Arbeitnehmer 279 871
Währung –1.292 2.945
Veränderung Konsolidierungskreis
Gezahlte Leistungen –4.614 –3.259
Sonstiges 74 469
Endbestand des zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Planvermögens –31.12. 64.850 63.344

Der Zinsertrag wird im Finanzergebnis saldiert mit den Zinsaufwendungen der DBO und unter Zinsen und ähnliche Aufwendungen erfasst.

Die Veränderungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Zusagen stellen sich wie folgt dar:

in T € 2016 2015
Anfangsbestand der Nettoschuld aus leistungsorientierten Zusagen – 1.1. 526.033 524.569
Laufender Dienstzeitaufwand 15.867 16.504
Zinserträge –2.329 –2.297
Zinsaufwand 14.269 13.874
Arbeitnehmerbeiträge 5.241 5.703
Beiträge des Arbeitgebers –2.216 –2.485
Neubewertungen
– / + Gewinn / Verlust aus dem Planvermögen ohne bereits im Zinsertrag erfasste Beträge –2.514 390
– / + Gewinn / Verlust aus der Änderung demografischer Annahmen –215 587
– / + Gewinn / Verlust aus der Änderung finanzieller Annahmen 52.479 –16.260
– / + Erfahrungsbedingter Gewinn / Verlust –2.481 –2.804
Leistungszahlungen –14.440 –14.972
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand (inkl. Effekte aus Abgeltungen und Kürzungen) 445 –1.343
Übertragung von Vermögenswerten –559 397
Währung 151 809
Veränderung Konsolidierungskreis / Sonstiges –189 3.361
Endbestand der Nettoschuld aus leistungsorientierten Zusagen – 31.12. 589.542 526.033

Zusammensetzung des Planvermögens:

in T € Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt 31.12.2016 Keine Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt 31.12.2016 Gesamt 31.12.2016 Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt 31.12.2015 Keine Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt 31.12.2015 Gesamt 31.12.2015
Eigenkapitalinstrumente (Aktien) 20.538 20.538 20.769 20.769
Schuldinstrumente (Anleihen) 22.469 22.469 21.825 21.825
Staatsanleihen 8.602 8.602 8.338 8.338
Unternehmensanleihen 13.867 13.867 13.487 13.487
Devisentermingeschäfte 20 20
Geldmarktanlagen 373 373 338 338
Immobilien 880 880 843 843
Versicherungsverträge 17.295 17.295 16.409 16.409
Bankguthaben 2.115 2.115 2.253 2.253
Sonstige Anlagen 800 360 1.160 551 356 907
Summe 47.195 17.655 64.850 46.579 16.765 63.344

Grundsätzlich dotieren wir die Pensionsfonds in Höhe des Betrages, der erforderlich ist, um die jeweiligen gesetzlichen Mindestanforderungen zu erfüllen.

Der tatsächliche Ertrag aus dem Planvermögen betrug 4.843 T€ (Vorjahr 1.907 T€).

Zur Berechnung der Pensionsverpflichtungen sowie des zugehörigen Planvermögens wurden folgende wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen zugrunde gelegt:

Rechnungszins Einkommenstrend Rententrend
in % 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015
Deutschland 1,9 2,3 2,7 2,7 1,9 1,9
Frankreich 2,0 2,0 3,0 3,0
USA 3,8 4,1 2,3 2,3 2,3 2,3
Schweiz 0,6 0,7 1,0 1,0 1,0 1,0
Übrige Länder 0,75 –9,9 0,9 –9,7 1,0 –10,5 1,0 –11,0 1,5 –3,1 1,0 –3,0

Für die Fluktuation liegt bei den deutschen Plänen wie im Vorjahr eine mittlere Fluktuationsrate (2,0 %) zugrunde; für die biometrischen Annahmen sind wie im Vorjahr die „Richttafeln 2005G“ nach Prof. Klaus Heubeck maßgebend; das rechnungsmäßige Renteneintrittsalter richtet sich nach dem Rentenversicherungs-Altersgrenzenanpassungsgesetz 2007 (RVAGAnpG). Weitere Bewertungsparameter (zum Beispiel Kostentrends im Bereich der medizinischen Versorgung) sind von untergeordneter Bedeutung.

Als wesentliche versicherungsmathematische Annahmen wurden der Rechnungszins und die zukünftige Sterblichkeit identifiziert. Wie im Vorjahr ist die Basis für die Berechnung der Sensitivitäten die gleiche Methode, die für die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen angewendet wurde.

Sollte sich der Abzinsungsfaktor um 100 Basispunkte erhöhen, würde die DBO um 107 Mio. € (Vorjahr 95 Mio. €) sinken. Bei einem Rückgang um 100 Basispunkte hätte dies einen Anstieg der DBO um 145 Mio. € (Vorjahr 126 Mio. €) zur Folge. Hierbei ist zu beachten, dass die Veränderung des Abzinsungsfaktors aufgrund bestimmter finanzmathematischer Effekte (zum Beispiel Zinseszins) die Entwicklung der DBO nicht linear beeinflusst. Sollte sich die Lebenserwartung um 1 Jahr erhöhen, würde die DBO um 27 Mio. € (Vorjahr 22 Mio. €) steigen.

Darüber hinaus bestehen zwischen den einzelnen versicherungsmathematischen Annahmen Abhängigkeiten, die jedoch im Rahmen der Sensitivitätsbetrachtung unberücksichtigt blieben.

Am 31. Dezember 2016 lag die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung bei 23 Jahren (Vorjahr 22 Jahre). Folgende Tabelle zeigt die für die nächsten Jahre erwarteten Zahlungen für Versorgungsleistungen:

in Mio. € zum 31.12.2016 2017 2018 2019 2020 2021
zu erwartende Zahlungen 21.659 21.315 21.549 21.605 22.569

in Mio. € zum 31.12.2015 2016 2017 2018 2019 2020
zu erwartende Zahlungen 20.417 22.284 21.314 21.105 21.151
Übrige Leistungen an Arbeitnehmer

Bei den Rückstellungen für Übrige Leistungen an Arbeitnehmer handelt es sich vorwiegend um Erfolgsbeteiligungen, Jubiläumsverpflichtungen, Altersteilzeitverpflichtungen und Abfindungen.

Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen für Garantieverpflichtungen und Pönalien decken die gesetzlichen und vertraglichen Verpflichtungen gegenüber Kunden ab und basieren auf Schätzungen aufgrund historischer Daten von ähnlichen Produkten und Dienstleistungen.

Der Zugang des laufenden Jahres bei den Restrukturierungsrückstellungen betrifft Kosten in Zusammenhang mit der Schließung eines Produktionsstandortes in Nordrhein-Westfalen.

Innerhalb der Übrigen Rückstellungen sind Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (1.667 T€ für 2016 und 1.298 T€ für 2015), Kundenboni und Umweltschutzmaßnahmen enthalten. Darüber hinaus sind auch Prozessrisiken abgedeckt, sofern die Ansatzkriterien für eine Rückstellung erfüllt sind (9,2 Mio. €; Vorjahr 11,1 Mio. €). Hierbei handelt es sich üblicherweise um Risiken aus Rechtsstreitigkeiten aus dem operativen Geschäft, oder, in seltenen Fällen, Streitfälle mit Behörden oder Personalsachverhalten. Zur Beurteilung der Rückstellungshöhe werden neben der Sachverhaltsbeurteilung und den geltend gemachten Ansprüchen im Einzelfall auch die Ergebnisse vergleichbarer Verfahren und unabhängige Rechtsgutachten herangezogen sowie Annahmen über Eintrittswahrscheinlichkeiten und Bandbreiten möglicher Inanspruchnahmen getroffen. Darüber hinaus bestehen Eventualschulden aus Rechtstreitigkeiten aus dem operativen Geschäft in Höhe von 71,8 Mio. € (Vorjahr 73,6 Mio. €). Für den Fall einer Inanspruchnahme bestehen entsprechende Versicherungen in Höhe von 11,0 Mio. € (Vorjahr 11,0 Mio. €).

Von den Sonstigen Rückstellungen werden erwartungsgemäß 18.392 T€ (Vorjahr 18.790 T€) nach mehr als einem Jahr zahlungswirksam.

10
Verbindlichkeiten
Langfristige Verbindlichkeiten
in T € 31.12.2016 31.12.2015
Finanzschulden 57.962 133.504
aus Schuldscheindarlehen 47.918 122.371
gegenüber Kreditinstituten 9.229 10.069
aus Leasingverpflichtungen 693 954
Sonstige 122 110
Kurzfristige Verbindlichkeiten
in T € 31.12.2016 31.12.2015
Finanzschulden 119.958 44.316
aus Schuldscheindarlehen 74.500
gegenüber Kreditinstituten 44.571 42.739
aus Leasingverpflichtungen 501 436
gegenüber Sonstigen Beteiligungen, assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen 376 1.131
Sonstige 10 10
 
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 210.813 238.848
gegenüber fremden Dritten 208.774 236.879
gegenüber Sonstigen Beteiligungen, assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen 2.039 1.969
 
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 89.406 85.911
Erhaltene Anzahlungen PoC 44.046 49.418
Devisentermingeschäfte 11.203 6.843
Zinsswaps 435 745
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 33.722 28.905
 
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 182.979 179.139
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 92.505 87.173
Im Rahmen der sozialen Sicherheit und gegenüber Mitarbeitern 52.657 54.080
Verbindlichkeiten aus Steuern (ohne Ertragsteuern) 22.022 19.884
Rechnungsabgrenzungen 10.882 12.744
Vereinnahmte Investitionszuschüsse und -zulagen 4.913 5.258
 
Ertragsteuerschulden 9.354 10.082

Zur mittelfristigen Liquiditätssicherung hat die KSB AG im Jahr 2012 vorsorglich ein Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen von 175 Mio. € platziert. Dieses Darlehen ist unterteilt in Rückzahlungstranchen von 3, 5, 7 und 10 Jahren. Aufgrund der unterschiedlichen Laufzeiten der Rückzahlungstranchen erfolgt die Verzinsung mit unterschiedlichen Zinssätzen, diese sind teilweise fix vereinbart, teilweise variabel. Im Berichtsjahr gab es keine Tilgungen, im Vorjahr wurden 35,0 Mio. € planmäßig sowie 17,5 Mio. € vorzeitig getilgt.

Die Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen betreffen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit unverändert 102 Mio. € und Sonstige Finanzschulden mit unverändert 20 Mio. €.

Im KSB Konzern sind zur Sicherung von Bankschulden und Verbindlichkeiten auf Basis üblicher Bedingungen Vermögenswerte von 2.351 T€ (Vorjahr 3.778 T€) sicherungsübereignet. Davon entfallen wie im Vorjahr keine auf Sachanlagen, 724 T€ (Vorjahr 180 T€) auf Vorräte, wie im Vorjahr keine auf Forderungen und 1.627 T€ (Vorjahr 3.598 T€) auf sonstige Sicherungsmaßnahmen.

Im Berichtsjahr sind keine (Vorjahr 93 T€) der Verbindlichkeiten durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

Die ausgewiesenen Investitionszuschüsse und -zulagen sind überwiegend Fördermittel der Europäischen Union sowie deutscher Institutionen für Neubauten und Entwicklungshilfeprojekte.

Der gewichtete Durchschnittszinssatz der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie aus dem Schuldscheindarlehen beträgt 3,44 % (Vorjahr 3,03 %). Das Zinsänderungsrisiko besteht bei dem überwiegenden Anteil des zuvor erwähnten Schuldscheindarlehens.

Im Berichtsjahr existieren – wie im Vorjahr – keine Covenantvereinbarungen für Kredite.

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