IX. Sonstige Angaben


Eventualschulden (Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen)

Haftungsverhältnisse und gewährte Sicherheiten
in T € 2016 2015
Bürgschaften 4.481 2.739
Gewährleistungsverträge 224 1.239
Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten und sonstige Eventualschulden 11.231 9.444
15.936 13.422

Die sonstigen Eventualschulden enthalten voraussichtlich bis zu 7.380 T€ (Vorjahr 928 T€) für Steuersachverhalte (zuzüglich möglicher Zinsen). Derzeit liegen keine Erkenntnisse vor, die auf eine Inanspruchnahme aus diesen Verpflichtungen hindeuten.

Es bestehen Eventualschulden des KSB Konzerns aus der Beteiligung an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 9.344 T€ (Vorjahr 5.989 T€). Der angegebene Betrag stellt den Anteil des Konzerns an den Eventualschulden aus Gemeinschaftsunternehmen dar. Gegen Sonstige Beteiligungen bestehen Eventualschulden in Höhe von 1.006 T€ (Vorjahr 1.728 T€). In welchem Umfang ein Mittelabfluss erforderlich werden wird, hängt vom künftigen Geschäftsverlauf des jeweiligen Unternehmens ab.

OPERATIVE LEASINGVERHÄLTNISSE
Mindestleasingzahlungen
in T € 2016 2015
fällig bis 1 Jahr 16.627 17.832
fällig von 1 – 5 Jahren 29.269 32.398
fällig > 5 Jahre 7.001 7.799
52.897 58.029

Im Berichtsjahr haben wir 17.832 T€ (Vorjahr 16.283 T€) aufgewendet.

Die operativen Leasingverträge beziehen sich überwiegend auf Kraftfahrzeuge und Immobilien.

Finanzierungs-Leasingverhältnisse
Mindestleasingzahlungen Barwerte
in T € 2016 2015 2016 2015
fällig bis 1 Jahr 561 446 501 436
fällig von 1 – 5 Jahren 587 818 584 803
fällig > 5 Jahre 112 164 109 151
1.260 1.428 1.194 1.390

Die Finanzierungs-Leasingverträge beziehen sich größtenteils auf Immobilien sowie auf Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung. Hierbei umfasst die Laufzeit des Vertrages den überwiegenden Teil der wirtschaftlichen Nutzungsdauer.

Die jährlichen Verpflichtungen aus IT-Dienstleistungsverträgen betragen über eine Laufzeit von ein bis fünf Jahren 56.243 T€ (Vorjahr 62.276 T€).

Es bestehen wie im Vorjahr keine Kaufpreisverpflichtungen aus Unternehmenserwerben und keine Zahlungsverpflichtungen aus Kapitalmaßnahmen bei Gruppengesellschaften.

Das gesamte Bestellobligo für Investitionen (grundsätzlich Sachanlagevermögen) beträgt 17.854 T€ (Vorjahr 20.029 T€). Die entsprechenden Zahlungen sind nahezu vollständig 2017 fällig.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Berichtsjahr 51.262 T€ (Vorjahr 57.987 T€). Ein Teil hiervon sind auftragsbezogene Aufwendungen im Anwendungsbereich von IAS 11.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Personen oder Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten natürliche Personen und Unternehmen, die von der KSB AG beeinflusst werden können beziehungsweise die einen Einfluss auf die KSB AG ausüben können.

Salden und Geschäftsvorfälle zwischen der KSB AG und ihren Tochterunternehmen, die nahestehende Unternehmen und Personen sind, wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden nicht weiter erläutert. Einzelheiten zu Geschäftsvorfällen zwischen dem KSB Konzern und anderen nahestehenden Unternehmen und Personen sind nachfolgend angegeben.

Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG hat uns die KSB Stiftung, Stuttgart, als oberstes Mutterunternehmen der Unternehmensgruppe, am 21. Mai 2008 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der KSB AG, Frankenthal / Pfalz, am 5. Mai 2008 die Schwelle von 75,00 % überschritten hat und zu diesem Tag 80,24 % (711.453 Stimmrechte) betrug. Davon hielt die KSB Stiftung, Stuttgart, 0,54 % (4.782 Stimmrechte) direkt und 79,70 % (706.671 Stimmrechte) waren der KSB Stiftung, Stuttgart, nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die der KSB Stiftung, Stuttgart, zugerechneten Stimmrechte wurden von der Klein Pumpen GmbH, Frankenthal, gehalten.

Zu den nahestehenden Unternehmen zählen auch die nicht konsolidierten Tochtergesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen der Klein Pumpen GmbH, Frankenthal, sowie die Kühborth-Stiftung GmbH, Stuttgart, die 1 % der Anteile an der Klein Pumpen GmbH hält. Darüber hinaus zählen Unternehmem, die durch die Geschäftsführer der Klein Pumpen GmbH kontrolliert oder gemeinschaftlich kontrolliert werden, ebenfalls zu den nahestehenden Unternehmen.

Die folgende Tabelle zeigt erbrachte und in Anspruch genommene Leistungen sowie offene Forderungen und Verbindlichkeiten mit nahestehenden Unternehmen:

Verkäufe von Waren und Dienstleistungen Käufe von Waren und Dienstleistungen Forderungen Verbindlichkeiten
in T € 2016 2015 2016 2015 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015
KSB Stiftung und Kühborth-Stiftung GmbH 1
Mutterunternehmen Klein Pumpen GmbH 143 13 35 24 133
Tochtergesellschaften der Klein Pumpen GmbH 75 765 520 124 214
Assoziierte Unternehmen / Gemeinschaftsunternehmen der Klein Pumpen GmbH 483 410 2.172 2.226 127 25 213
Übrige nahestehende Personen 12 1 16 16 1

Weitere Angaben zu Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen (Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen) finden Sie im Kapitel „IV. Erläuterungen zur Bilanz“ – Anhangspunkt 4 „Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen“, 6 „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und PoC sowie sonstige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte“, 10 „Verbindlichkeiten“ und im Kapitel „IX. Sonstige Angaben – Eventualschulden“.

Die Geschäftsvorfälle in Verbindung mit dem Mutterunternehmen Klein Pumpen GmbH basieren auf einem Miet- und Dienstleistungsvertrag zwischen der KSB AG und der Klein Pumpen GmbH.

Die Geschäfte mit Tochterunternehmen der Klein Pumpen GmbH bestehen aus Transaktionen mit der Palatina Versicherungsservice GmbH, die Dienstleistungen für Versicherungen erbringt. Darüber hinaus zählen infolge einer Erhöhung des Anteilsbesitzes von 50 % auf 100 % die Abacus alpha GmbH sowie deren Tochtergesellschaften Abacus Experten GmbH, Abacus Resale GmbH und airinotec GmbH seit 18. November 2016 zu den Tochtergesellschaften der Klein Pumpen GmbH. Bis 17. November 2016 waren diese noch als assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen der Klein Pumpen GmbH zu klassifizieren. Als assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen der Klein Pumpen GmbH im Berichtsjahr sind zusätzlich die AIM GmbH & Co. KG sowie die AIM Power Service GmbH einzustufen. Diese beiden Gesellschaften erbringen Instandhaltungen, Wartungsarbeiten und weitere Servicedienstleistungen.

Zwischen der Palatina Versicherungsservice GmbH und der KSB AG besteht ein Miet- und Dienstleistungsvertrag. Die Abacus Experten GmbH hat mit der KSB AG mehrere Werksverträge geschlossen; die Abacus Resale GmbH betreibt Handel mit Produkten. Zwischen der KSB AG und der Abacus alpha GmbH sowie der Abacus Resale GmbH bestehen ebenfalls Dienstleistungsverträge. Die airinotec GmbH beliefern wir mit unseren Produkten.

Alle Rechtsgeschäfte werden bis auf die folgenden Ausnahmen wie unter fremden Dritten abgewickelt:

Im Geschäftsjahr 2016 trug KSB Aufwendungen für die Gartenpflege des Grundstückes in Frankenthal in Höhe von 418 T€. Das betreffende Grundstück ist sowohl der KSB als auch der Klein Pumpen GmbH anteilsmäßig zuzurechnen. Die Gartenpflege erfolgte durch einen Dienstleister, der Abacus alpha GmbH, Frankenthal, die zum 31. Dezember 2016 in unmittelbarem 100%igen Anteilsbesitz der Klein Pumpen GmbH steht, sowie anderen Dienstleistern. Gemäß anteiliger Grundfläche hätte der Klein Pumpen GmbH ein Betrag von 84 T€ für die anteilig weiterbelasteten Dienstleistungen für Gartenpflege weiterbelastet werden müssen. Weiterberechnet wurden gemäß der vertraglich festgelegten Regelungen lediglich 4 T€, wodurch KSB ein Nachteil von 80 T€ entstanden ist. Der das Geschäftsjahr 2016 betreffende Nachteil wurde im Geschäftsjahr durch Nachteilsausgleichsvereinbarung zwischen den Parteien ausgeglichen. Die Zahlung soll in 2017 erfolgen.

Für die Geschäftsjahre vor 2016 berechnet sich im Zeitraum der gesetzlichen Dokumentations- und Aufbewahrungsfristen von zehn Jahren nach gleichen Grundsätzen eine potentielle Schadensersatzforderung gemäß § 317 AktG in Höhe von etwa 800 T€. Diese potentielle Schadensersatzforderung ist nicht bilanziert, da sie strittig ist und die gesetzlichen Aktivierungskriterien nicht vollumfänglich erfüllt sind.

Von KSB getragene Aufwendungen für Dienstleistungen für die Pflege von Außenanlagen wurden für Dritte auf Veranlassung oder im Interesse der Klein Pumpen GmbH im Geschäftsjahr 2016 in Höhe von 52 T€ nicht weiterbelastet, wodurch KSB ein Nachteil von 52 T€ entstanden ist. Der das Geschäftsjahr 2016 betreffende Nachteil wurde im Geschäftsjahr durch Nachteilsausgleichsvereinbarung zwischen den Parteien ausgeglichen. Die Zahlung soll in 2017 erfolgen.

Für die Geschäftsjahre vor 2016 berechnet sich im Zeitraum der gesetzlichen Dokumentations- und Aufbewahrungsfristen von zehn Jahren nach gleichen Grundsätzen eine potentielle Schadensersatzforderung gemäß § 317 AktG in Höhe von etwa 466 T€. Diese potentielle Schadensersatzforderung ist nicht bilanziert, da sie strittig ist und die gesetzlichen Aktivierungskriterien nicht vollumfänglich erfüllt sind.

Weiterhin gelten als nahestehende Personen die Geschäftsführer der Klein Pumpen GmbH.

Die zum Geschäftsjahresende bestehenden offenen Salden sind unbesichert, unverzinslich und werden durch Zahlungen beglichen. Es wurden weder Garantien gegeben noch wurden solche erhalten. Die hier dargestellten Forderungen wurden, wie im Vorjahr, weder wertberichtigt, noch wurden für diesen Zweck Rückstellungen gebildet.

Angaben an anderer Stelle dieses Anhangs zu Sonstigen Beteiligungen sowie nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen beziehen sich auf marktgerechte Lieferungs- und Leistungsbeziehungen, soweit nicht anders vermerkt.

Gemäß IAS 24 ist die Vergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen des Konzerns anzugeben. Die nachfolgende Tabelle enthält die für den KSB Konzern relevanten Angaben für die Vergütung der Mitglieder des Vorstands:

in T € 31.12.2016 31.12.2015
Kurzfristig fällige Leistungen (Gesamtbezüge) 1.250 1.289
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 1.388 1.429
Andere langfristig fällige Leistungen
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Anteilsbasierte Vergütungen
Insgesamt 2.638 2.718

Unsere Hauptversammlung am 6. Mai 2015 hat auf Basis der gesetzlichen Regelungen beschlossen, dass die individualisierte Aufgliederung der Vorstandsbezüge unterbleibt. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber aktiven Vorstandsmitgliedern sind 5.255 T€ (Vorjahr 4.518 T€) zurückgestellt, gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen sind es 39.309 T€ (Vorjahr 39.387 T€); deren Gesamtbezüge betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2.244 T€ (Vorjahr 2.246 T€).

Für das Geschäftsjahr 2016 betragen die kurzfristig fälligen Leistungen der Mitglieder des Aufsichtsrats 716 T€ (Vorjahr 833 T€).

Die Mitglieder von Aufsichtsrat und Vorstand sind vor den Ausführungen zum Gewinnverwendungsvorschlag für die KSB AG angegeben.

Wirtschaftsprüfer

In der Hauptversammlung der KSB AG am 11. Mai 2016 wurde PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main, Zweigniederlassung Mannheim, zum Abschlussprüfer und zum Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2016 bestellt. Es sind insgesamt 481 T€ Honorare (einschließlich Auslagen) als Aufwand erfasst worden. Diese betreffen mit 449 T€ Abschlussprüfungsleistungen, mit 24 T€ andere Bestätigungsleistungen und mit 8 T€ sonstige Leistungen.

KSB hat den IDW RS HFA 36 n.F. bereits vorzeitig für das zum 31. Dezember 2016 endende Geschäftsjahr angewendet. Die Abschlussprüfungsleistungen beinhalten Aufwendungen für die Prüfung des Konzernabschlusses sowie der gesetzlich vorgeschriebenen Jahresabschlüsse der KSB AG und der in den Konzernabschluss einbezogenen deutschen Tochtergesellschaften. Die Honorare für andere Bestätigungsleistungen umfassen im Wesentlichen Testatsleistungen außerhalb der Jahresabschlussprüfung. Die Honorare für sonstige Leistungen umfassen überwiegend Honorare für projektbezogene Beratungsleistungen.

Inanspruchnahme von Befreiungsvorschriften

Die KSB Service GmbH, Frankenthal und die KSB Service GmbH, Schwedt, und die Uder Elektromechanik GmbH, Friedrichsthal, haben in Teilen von der Befreiungsvorschrift gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.

Nachtragsbericht

Vorstand und Aufsichtsrat haben am 12. Januar 2017 einem Vorschlag des Großaktionärs Klein Pumpen GmbH zugestimmt, die KSB Aktiengesellschaft in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien umzuwandeln. Ein entsprechender Antrag wird der Hauptversammlung am 10. Mai 2017 zur Beschlussfassung vorgelegt. Im Falle einer positiven Entscheidung wird die Gesellschaft künftig als SE & Co. KGaA firmieren. Komplementärin wäre eine Managementgesellschaft. Diese würde zu 100 % einer neuen Tochtergesellschaft der gemeinnützigen KSB Stiftung und der gemeinnützigen Kühborth-Stiftung GmbH gehören. Die SE & Co. KGaA und damit der KSB Konzern würden aus dieser Managementgesellschaft heraus von einem monistischen Verwaltungsrat mit vier geschäftsführenden und fünf nicht geschäftsführenden Direktoren geleitet werden.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und von denen wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft zu erwarten wären, sind nicht eingetreten.

Deutscher Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der KSB AG haben die aktuelle Erklärung zu den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ gemäß § 161 AktG abgegeben. Die Erklärung ist auf unserer Website (www.ksb.com) veröffentlicht und damit dauerhaft zugänglich gemacht.

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