VI. Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Finanzinstrumente – Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien:

Aktiva
Bilanzposition / Klasse in T € Bewertungskategorie Erstbewertung / Folgebewertung Buchwert 31.12.2016 Beizulegender Zeitwert 31.12.2016 Buchwert 31.12.2015 Beizulegender Zeitwert 31.12.2015
Langfristiges Vermögen
Sonstige Beteiligungen n.a. Fortgeführte AK 5.401 5.074
Wertpapiere AfS Jeweils beizulegender Zeitwert 667 667 668 668
Ausleihungen LaR Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 2.458 2.458 2.219 2.219
 
Kurzfristiges Vermögen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 504.595 504.595 524.610 524.610
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Sonstige Beteiligungen, assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen LaR Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 33.576 33.576 36.193 36.193
Forderungen aus Darlehen gegen Sonstige Beteiligungen, assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen LaR Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 13.578 13.578 3.189 3.189
Forderungen aus der PoC-Bewertung – netto – LaR Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 76.122 76.122 102.937 102.937
Devisentermingeschäfte, die für Sicherungsgeschäfte genutzt werden n.a. Jeweils beizulegender Zeitwert 2.170 2.170 1.978 1.978
Andere Forderungen und sonstige Vermögenswerte LaR Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 171.247 171.247 151.002 151.002
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 288.883 288.883 273.136 273.136
Passiva
Bilanzposition / Klasse in T € Bewertungskategorie Erstbewertung / Folgebewertung Buchwert 31.12.2016 Beizulegender Zeitwert 31.12.2016 Buchwert 31.12.2015 Beizulegender Zeitwert 31.12.2015
Langfristige Verbindlichkeiten
Finanzschulden ohne Leasing-Verpflichtungen FLAC Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 57.269 55.803 132.550 130.942
Leasing-Verpflichtungen n.a. Jeweils nach IAS 17 693 699 954 982
 
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Finanzschulden ohne Leasing-Verpflichtungen FLAC Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 119.457 119.457 43.880 43.880
Leasing-Verpflichtungen n.a. Jeweils nach IAS 17 501 561 436 446
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 210.813 210.813 238.848 238.848
Erhaltene Anzahlungen PoC FLAC Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 44.046 44.046 49.418 49.418
Zinsswaps, die für Sicherungsgeschäfte genutzt werden n.a. Jeweils beizulegender Zeitwert 435 435 745 745
Devisentermingeschäfte, die für Sicherungsgeschäfte genutzt werden n.a. Jeweils beizulegender Zeitwert 11.203 11.203 6.843 6.843
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (Kaufpreisverbindlichkeit) FLAC Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 3.506 3.506
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 33.722 33.722 25.399 25.399
 
Davon aggregiert nach Kategorien gemäß IAS 39
Kredite und Forderungen LaR Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 1.090.459 1.090.459 1.093.286 1.093.286
Finanzielle Vermögenswerte zur Veräußerung verfügbar AfS Jeweils beizulegender Zeitwert 667 667 668 668
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten FLAC Beizulegender Zeitwert / Fortgeführte AK 465.307 463.841 493.601 491.993

Bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten entspricht mit Ausnahme der langfristigen Ausleihungen der Buchwert annähernd dem beizulegenden Zeitwert. Dies gilt ebenfalls für alle passivisch dargestellten finanziellen Verbindlichkeiten mit Ausnahme der langfristigen Finanzschulden. Ursächlich hierfür sind überwiegend die kurzen Laufzeiten dieser Finanzinstrumente.

Bei den langfristigen Finanzschulden werden die beizulegenden Zeitwerte als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen ermittelt. Hierbei legen wir eine adäquate Zinsstrukturkurve zugrunde.

Die in vorstehender Tabelle dargestellten beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere des lang- und kurzfristigen Vermögens resultieren aus auf aktiven Märkten notierten Preisen (Stufe 1). Bei den Devisentermingeschäften und den Zinsswaps erfolgt die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts auf Grundlage von Inputfaktoren, die sich indirekt (in Ableitung von Preisen, Stufe 2) beobachten lassen. In Stufe 3 werden die Finanzinstrumente erfasst, deren beizulegender Zeitwert anhand von nicht beobachtbaren Marktdaten bewertet wird. Währungsderivate bewerten wir mittels Devisenterminkursen, bei Zinsswaps ergibt sich der beizulegende Zeitwert durch Abzinsung der zukünftig zu erwartenden Zahlungsströme auf Basis der für die Restlaufzeit der Kontrakte geltenden Marktzinssätze und Zinsstrukturkurven.

In der nachfolgenden Tabelle sind die auf wiederkehrender Basis zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Kredite und Forderungen nach Bewertungskategorien gegliedert und in die zuvor beschriebenen Hierarchiestufen eingeteilt; Umgruppierungen wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen:

DARSTELLUNG VON HIERARCHIESTUFEN 2016
in T € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert
Wertpapiere 667 667
Devisentermingeschäfte 2.170 2.170
Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert
Devisentermingeschäfte 11.203 11.203
Zinsswaps 435 435
Kredite und Forderungen, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten
Ausleihungen 2.458 2.458
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 504.595 504.595
Forderungen gegen Sonstige Beteiligungen, assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen 47.154 47.154
Forderungen aus der PoC-Bewertung (inkl. Erhaltene Anzahlungen PoC) 76.122 76.122
Andere Forderungen und sonstige Vermögenswerte 171.247 171.247
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 288.883 288.883
Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten
Finanzschulden ohne Leasing-Verpflichtungen 175.260 175.260
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 210.813 210.813
Erhaltene Anzahlungen PoC 44.046 44.046
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 33.722 33.722
DARSTELLUNG VON HIERARCHIESTUFEN 2015
in T € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert
Wertpapiere 668 668
Devisentermingeschäfte 1.978 1.978
Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert
Devisentermingeschäfte 6.843 6.843
Zinsswaps 745 745
Kredite und Forderungen, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten
Ausleihungen 2.219 2.219
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 524.610 524.610
Forderungen gegen Sonstige Beteiligungen, assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen 39.382 39.382
Forderungen aus der PoC-Bewertung (inkl. Erhaltene Anzahlungen PoC) 102.937 102.937
Andere Forderungen und sonstige Vermögenswerte 151.002 151.002
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 273.136 273.136
Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten
Finanzschulden ohne Leasing-Verpflichtungen 174.822 174.822
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 238.848 238.848
Erhaltene Anzahlungen PoC 49.418 49.418
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 25.399 3.506 28.905

Die beizulegenden Zeitwerte der Stufe 1 ergeben sich aus Kapitalmarktnotierungen.

Die beizulegenden Zeitwerte der Stufe 2 resultieren aus der Anwendung eines Discounted-Cashflow-Verfahrens. Künftige Cashflows der Devisentermingeschäfte werden auf Basis von Devisenterminkursen (beobachtbare Kurse am Bilanzstichtag) und den kontrahierten Devisenterminkursen geschätzt und mit einem adäquaten Zinssatz diskontiert. Künftige Cashflows der Zinsswaps werden auf Basis von Forward-Zinssätzen (beobachtbare Zinsstrukturkurven am Bilanzstichtag) und den kontrahierten Zinssätzen geschätzt und mit einem adäquaten Zinssatz diskontiert. Basis der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes der Stufe 3 für die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Übrigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten waren spezialvertragliche Regelungen.

Die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten nach Berücksichtigung der Steuereffekte sind in folgender Tabelle dargestellt:

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien 2016
aus der Folgebewertung
in T € aus Zinsen und Dividenden zum beizulegenden Zeitwert Währungsumrechnung Wertberichtigung aus Abgang Nettoergebnis
LaR 6.357 –1.029 –6.815 –1.487
AfS 161 –87 74
FLAC –7.607 2.636 –4.971
–1.089 1.607 –6.815 –87 –6.384
Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien 2015
aus der Folgebewertung
in T € aus Zinsen und Dividenden zum beizulegenden Zeitwert Währungsumrechnung Wertberichtigung aus Abgang Nettoergebnis
LaR 7.635 –231 –1.658 –107 5.639
AfS 18 –2 16
FLAC –7.314 –2.842 –10.156
339 –3.073 –1.660 –107 –4.501

Die dargestellten Zinsen sind Bestandteil des Finanzergebnisses. Der Effekt aus der Anwendung der Effektivzinsmethode ist hierbei unwesentlich, da die daraus resultierenden Zinserträge die Zinsaufwendungen nahezu kompensieren. Die übrigen Effekte haben teilweise auch die Sonstigen Erträge sowie die Anderen Aufwendungen beeinflusst.

Aus der Bewertungskategorie AfS resultiert ein Bewertungsergebnis in Höhe von – 4 T€ (Vorjahr 0 T€), das im Sonstigen Ergebnis erfasst und in der „Marktwertänderung von Finanzinstrumenten“ im Eigenkapital ausgewiesen wird. Im Berichtsjahr wurden 0 T€ (Vorjahr 0 T€) aus dem Eigenkapital entnommen beziehungsweise realisiert.

Die Höhe der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die Aufrechnungsvereinbarungen unterliegen, ist nicht wesentlich.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund unseres Geschäftes müssen wir uns mit gewissen finanzwirtschaftlichen Risiken auseinandersetzen. Diese lassen sich in drei Bereiche gliedern:

Einerseits unterliegen wir dem sogenannten Kreditrisiko. Darunter verstehen wir den möglichen Ausfall oder verspäteten Eingang vertraglich vereinbarter Zahlungen. Darüber hinaus besteht ein Liquiditätsrisiko. Dieses beinhaltet, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht oder nicht vollständig erfüllen kann. Ferner sind wir dem sogenannten Marktpreisrisiko ausgesetzt. Die Gefahr von Währungs- oder Zinsänderungen kann einen negativen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben. Risiken von Wertpapier-Kursschwankungen sind für uns nicht wesentlich.

All diese Risiken begrenzen wir mittels eines adäquaten Risikomanagementsystems. Durch Richtlinien und Arbeitsanweisungen regeln wir den Umgang mit diesen Risiken. Darüber hinaus überwachen wir ständig die aktuellen Risikoausprägungen und geben die gewonnenen Erkenntnisse regelmäßig in Form standardisierter Berichte und individueller Analysen an Vorstand und Aufsichtsrat weiter.

Nachfolgend werden die drei Risikobereiche detailliert beschrieben. Darüber hinaus finden Sie weitere Informationen im Konzernlagebericht, hier vor allem in den Kapiteln „Wirtschaftsbericht“ , „Prognosebericht“ sowie „Chancen- und Risikobericht“.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko besteht insbesondere darin, dass eine Forderung erst verspätet, teilweise oder gar nicht beglichen wird. Dieses minimieren wir durch eine Vielzahl von Maßnahmen. Grundsätzlich führen wir bei potenziellen und bestehenden Vertragspartnern Bonitätsprüfungen durch. Geschäftsbeziehungen gehen wir nur dann ein, wenn diese Prüfung positiv ausfällt. Darüber hinaus schließen vor allem unsere europäischen Gesellschaften Warenkreditversicherungen ab; insgesamt betrifft dies wie im Vorjahr etwa 10 % der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des Konzerns. In Ausnahmefällen akzeptieren wir andere Sicherheiten wie beispielsweise Bürgschaften. Diese Versicherungen übernehmen im Wesentlichen das Risiko des Forderungsausfalls. Darüber hinaus sichern wir politische und wirtschaftliche Risiken bei bestimmten Kunden in ausgewählten Ländern ab. Für beide Versicherungsarten haben wir Selbstbehalte vereinbart, die allerdings deutlich weniger als 50 % des abgesicherten Volumens ausmachen. Im Rahmen unseres Forderungsmanagements verfolgen wir ständig die offenen Positionen, führen Fälligkeitsanalysen durch und treten bei aufkommenden Zahlungsverzögerungen frühzeitig in Kontakt mit dem Kunden. Bei Großprojekten sehen unsere Geschäftskonditionen Anzahlungsleistungen, Bürgschaften sowie bei Exportgeschäften Akkreditivabsicherungen vor. Dies trägt ebenfalls zu einer Risikobegrenzung bei. Für das verbleibende Restrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nehmen wir Wertberichtigungen vor. Dazu prüfen wir regelmäßig, inwieweit ein Wertberichtigungsbedarf einzelner Forderungen besteht. Indikatoren hierfür sind erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners wie Zahlungsunfähigkeit oder Insolvenz. Darüber hinaus decken wir die Kreditrisiken bei überfälligen Forderungen ab, indem wir Vorsorge auf Basis von Erfahrungswerten der Vergangenheit treffen. Ausbuchungen nehmen wir dann vor, wenn hinreichend sicher ist, dass keine Zahlungseingänge zu erwarten sind (zum Beispiel nach Abschluss von Insolvenz- und Konkursverfahren).

Die Wertberichtigungen der Klasse „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen“ sind im KSB Konzern die einzig Wesentlichen. Sie haben sich wie folgt entwickelt:

in T € 2016 2015
Anfangsbestand 1.1. 35.560 35.905
Zuführungen 9.776 10.310
Verbrauch –4.614 –2.197
Auflösungen –5.818 –8.990
Veränderung Konsolidierungskreis / Währung / Sonstiges –374 532
Endbestand 31.12. 34.530 35.560

Die Fälligkeitsstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

in T € 31.12.2016 31.12.2015
Weder überfällige noch einzelwertberichtigte Forderungen 364.733 398.135
Überfällige, jedoch nicht einzelwertberichtigte Forderungen
1 bis 30 Tage 49.802 44.810
31 bis 90 Tage 29.827 32.146
91 bis 180 Tage 16.590 10.289
> 180 Tage 30.716 11.622
Gesamt 126.935 98.867
Einzelwertberichtigte Forderungen 12.927 27.608
Einzelwertberichtigte Forderungen zum Nennwert 47.457 63.168
Einzelwertberichtigungen 34.530 35.560
Buchwert (netto) 504.595 524.610

Hinsichtlich der weder überfälligen noch einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass unsere Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Dies gilt auch für alle anderen Finanzinstrumente.

Das maximale Ausfallrisiko ohne Berücksichtigung erhaltener Sicherheiten entspricht dem Buchwert der finanziellen Vermögenswerte.

Eine Risikokonzentration ist nicht gegeben, da wir aufgrund der Heterogenität unseres Geschäftes insgesamt eine erhebliche Anzahl verschiedener Kunden bedienen.

Liquiditätsrisiko

Unser Liquiditätsmanagement gewährleistet, dass wir dieses Risiko im Konzern minimieren und unsere Zahlungsfähigkeit jederzeit gegeben ist. Risikokonzentrationen bestehen nicht, da wir mit verschiedenen Kreditinstituten zusammenarbeiten, an die wir auch strenge Bonitätsanforderungen stellen.

Wir generieren unsere finanziellen Mittel überwiegend aus dem operativen Geschäft. Diese nutzen wir, um Investitionen in langfristiges Vermögen zu finanzieren. Darüber hinaus decken wir damit den Finanzierungsbedarf des Working Capital. Um diesen möglichst gering zu halten, verfolgen wir die Entwicklung unserer Forderungen, Vorräte und Verbindlichkeiten regelmäßig auf Basis eines einheitlichen Konzernberichtswesens.

Dieses Berichtswesen stellt außerdem mithilfe der monatlich rollierenden Cashflow-Planung sicher, dass das zentrale Finanzmanagement des Konzerns fortlaufend Kenntnis über Liquiditätsüberschüsse und -bedarfe hat. Dadurch sind wir in der Lage, den Bedürfnissen des Gesamtkonzerns sowie der einzelnen Gesellschaften bestmöglich zu entsprechen. Für ausgewählte Gesellschaften nutzen wir ein Cash-Pooling-System, das einen optimierten Einsatz der verfügbaren Mittel im Konzern erlaubt. Weiterhin wenden wir innerhalb der KSB-Gruppe ein weltweites Forderungs-Netting-Verfahren an; damit minimieren wir sowohl das Volumen der Liquiditätsströme als auch die damit verbundenen Gebühren. Um notwendige Sicherheiten im Projektgeschäft bieten zu können, stellen wir zudem entsprechende Bürgschaftsvolumina bereit. Es sind jeweils angemessene Teile für länger als ein Jahr zugesagt. Darüber hinaus sorgen wir stets für ausreichend Kreditlinien, deren Umfang wir anhand regelmäßiger Liquiditätsplanungen ermitteln. So können wir jederzeit auf schwankende Liquiditätsbedarfe reagieren. Unsere zugesagten Barkredit- und Avallinien belaufen sich auf rund 969 Mio. € (Vorjahr rund 940 Mio. €), davon haben wir 648,1 Mio. € (Vorjahr 627,7 Mio. €) noch nicht in Anspruch genommen.

Die folgenden Darstellungen zeigen die vertraglich vereinbarten undiskontierten künftigen Cashflows der finanziellen Verbindlichkeiten (originäre Finanzinstrumente) sowie der derivativen Finanzinstrumente. Zinsauszahlungen aus Verbindlichkeiten mit fixer Verzinsung werden anhand des Festzinses ermittelt. Variable Zinsauszahlungen basieren auf den letzten vor dem 31. Dezember variabel gefixten Zinssätzen. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten gehen nicht in die Darstellung ein. Nach unserem heutigen Kenntnisstand ist es weder zu erwarten, dass die dargestellten Zahlungsströme deutlich früher eintreten, noch dass sie in ihrer Höhe erheblich abweichen.

Cashflows finanzieller verbindlichkeiten 2016
in T € Gesamt bis 1 Jahr 1 –5 Jahre > 5 Jahre
Finanzschulden 190.914 127.826 39.477 23.611
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 210.813 210.813
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 33.722 29.801 3.921
Derivative Finanzinstrumente Einzahlungen –3.094 –2.718 –376
Derivative Finanzinstrumente Auszahlungen 12.562 11.000 1.493 69
444.917 376.722 44.515 23.680
Cashflows finanzieller verbindlichkeiten 2015
in T € Gesamt bis 1 Jahr 1 – 5 Jahre > 5 Jahre
Finanzschulden 191.227 48.386 118.138 24.703
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 238.848 238.848
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 28.905 26.610 2.295
Derivative Finanzinstrumente Einzahlungen –1.877 –1.683 –194
Derivative Finanzinstrumente Auszahlungen 7.487 5.542 1.881 64
464.590 317.703 122.120 24.767
Marktpreisrisiko

Mit unseren weltweiten geschäftlichen Aktivitäten übernehmen wir vor allem Währungs- und Zinsrisiken. Verändern sich die Marktpreise, kann dies Auswirkungen auf beizulegende Zeitwerte sowie auf künftige Cashflows haben. Mittels Sensitivitätsanalysen ermitteln wir, welche hypothetischen Auswirkungen solche Marktpreisschwankungen auf Ergebnis und Eigenkapital hätten. Hierbei unterstellen wir, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Die Risiken aus Preisänderungen auf der Beschaffungsseite für Aufträge mit langen Lieferzeiten reduzieren wir, indem wir Preisgleitklauseln vereinbaren oder bei Festpreisaufträgen abzusehende Teuerungsraten beim Verkaufspreis berücksichtigen.

Währungsrisiken betreffen überwiegend unsere Cashflows aus operativen Tätigkeiten. Sie entstehen dann, wenn die Konzernunternehmen Geschäfte in Währungen abwickeln, die nicht ihrer funktionalen Währung entsprechen. Dieses Risiko minimieren wir durch den Einsatz von Devisentermingeschäften und in seltenen Fällen von Währungsoptionen. Weitere Informationen hierzu finden Sie in diesem Anhang unter „Derivative Finanzinstrumente“. Im Rahmen von Mikro-Hedges sichern wir sowohl bereits bilanzierte Geschäfte als auch zukünftige mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Zahlungsströme. Die eingesetzten Sicherungsinstrumente stimmen in den wesentlichen Bedingungen von Betrag, Laufzeit und Qualität mit den Grundgeschäften überein. Interne Richtlinien regeln den Einsatz der Finanzinstrumente. Zudem erfolgt eine ständige Risikokontrolle dieser Geschäfte. Bei den eingesetzten Sicherungsinstrumenten handelt es sich ausschließlich um Devisentermingeschäfte von bonitätsmäßig einwandfreien Banken. Um die Effektivität von Sicherungsbeziehungen zu messen, stellen wir die Marktwerte von Grund- und Sicherungsgeschäften gegenüber. Dabei gleichen sich die Veränderungen der Marktwerte der Derivate mit den Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der Cashflows aus den Grundgeschäften aus (hypothetische Derivatemethode). Währungsrisiken, die sich aus der Umrechnung ausländischer Unternehmenseinheiten in die Konzernwährung Euro ergeben, sichern wir grundsätzlich nicht ab.

Das Nominalvolumen aller Devisentermingeschäfte beträgt zum Bilanzstichtag 269.794 T€ (Vorjahr 253.980 T€) und das der gesamten Zinsderivate 39.500 T€ (Vorjahr 39.500 T€). Die vertraglichen Fälligkeiten der Zahlungen für Devisentermingeschäfte und Zinsderivate stellen sich wie folgt dar:

Nominalvolumina 2016
in T € Gesamt bis 1 Jahr 1 – 5 Jahre > 5 Jahre
Devisentermingeschäfte 269.794 203.390 670 65.704
Zinsderivate 39.500 39.500
309.294 242.890 670 65.704
Nominalvolumina 2015
in T € Gesamt bis 1 Jahr 1 – 5 Jahre > 5 Jahre
Devisentermingeschäfte 253.980 236.311 17.448 221
Zinsderivate 39.500 39.500
293.480 236.311 56.948 221

Marktwertänderungen von Derivaten zur Sicherung zukünftiger Cashflows von – 6.644 T€ (Vorjahr – 5.026 T€) sind im Eigenkapital enthalten. Sie haben sich wie folgt entwickelt:

in T € 2016 2015
Anfangsbestand 1.1. –5.026 –8.104
Veränderung Konsolidierungskreis / Währung / Sonstiges 8 –32
Abgänge 948 5.552
Zugänge –2.574 –2.442
Endbestand 31.12. –6.644 –5.026

Die wichtigsten Fremdwährungen im KSB Konzern sind der Chinesische Yuan (CNY) und der US-Dollar (USD). Für die Währungs-Sensitivitätsanalyse simulieren wir Effekte auf Basis des Nominalvolumens unserer existierenden Währungsderivate sowie der Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag. Dabei unterstellen wir eine 10 %-Aufwertung (Abwertung) des Euro gegenüber den Fremdwährungen. Dies wären im Berichtsjahr rund 2,0 Mio. € (Vorjahr 2,7 Mio. €) bei CNY und 1,2 Mio. € (Vorjahr 2,2 Mio. €) bei USD.

CNY 31.12.2016 CNY 31.12.2015 USD 31.12.2016 USD 31.12.2015
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 66,7 Mio. € 73,4 Mio. € 26,4 Mio. € 36,1 Mio. €
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 46,6 Mio. € 46,0 Mio. € 14,9 Mio. € 13,8 Mio. €
Saldo 20,1 Mio. € 27,4 Mio. € 11,5 Mio. € 22,3 Mio. €

Bezogen auf die Bewertung von Derivaten wäre zum Bilanzstichtag das Eigenkapital und der beizulegende Zeitwert der Derivate um 11,3 Mio. € niedriger (höher) gewesen; 8,7 Mio. € resultieren aus USD sowie 2,6 Mio. € aus den restlichen Währungen. Zum Vorjahres-Bilanzstichtag wären das Eigenkapital und der beizulegende Zeitwert der Derivate um 8,5 Mio. € niedriger (höher) gewesen; 6,4 Mio. € resultieren aus USD sowie 2,1 Mio. € aus den restlichen Währungen.

Die mit unseren Finanzierungstätigkeiten verbundenen Zinsänderungsrisiken überwachen wir regelmäßig. Um negative Auswirkungen aus Zinsschwankungen an den internationalen Kapitalmärkten zu vermeiden, schließen wir gegebenenfalls Zinssicherungsgeschäfte (Zinsswaps) für in der Regel langfristige Kredite ab. Diese dienen ausnahmslos der Absicherung variabel verzinster Darlehen gegen steigende Zinsen.

Im Rahmen unserer Zins-Sensitivitätsanalyse simulieren wir eine Erhöhung (Absenkung) des Marktzinsniveaus um 50 Basispunkte. Wir betrachten hierbei die Auswirkungen auf die variabel verzinslichen Finanzinstrumente. 2016 wäre das Zinsergebnis um 2,0 Mio. € (Vorjahr 1,8 Mio. €) jeweils höher (geringer) ausgefallen. Wertänderungen von Zinsderivaten zur Absicherung variabel verzinslicher Verbindlichkeiten erhöhen (verringern) das Eigenkapital um 0,1 (0,1) Mio. € (Vorjahr 0,3 (0,3) Mio. €).

To top