GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS

Die im Vorjahresbericht erstellten Prognosen haben sich aufgrund der zuvor dargestellten Sachverhalte nicht in vollem Umfang bestätigt. Die schwache konjunkturelle Entwicklung hatte teils deutliche Auswirkungen auf unsere Kernmärkte und damit auf unsere Zielerreichung im Auftragseingang. Ein weiterer negativer Effekt resultierte aus Verzögerungen bei der Auftragsvergabe von Großprojekten. Daher sank unser Auftragseingang um 4,6 %; die angestrebte deutliche Verbesserung blieb aus.

Für den Geschäftsverlauf war die weltweite Nachfrageschwäche in mehreren für uns wichtigen Branchen wesentlich. Zugleich zeigte sich, dass auch in diesem Geschäftsjahr bei verschiedenen Produkten die Preisflexibilität nicht ausreichte, um in einem verschärften Konkurrenzkampf zufriedenstellende Margen zu erzielen. Dies wirkte sich in unseren Segmenten unterschiedlich aus.

Somit fiel auch die Umsatzentwicklung etwas schlechter aus als erwartet (stark statt „deutlich“).

Unsere Ergebnisgrößen waren durch Einmalkosten (konzernweit rund 50 Mio. €) wie prognostiziert belastet. Positive Wirkungen verzeichneten wir aus bereits eingeleiteten Maßnahmen zur Kostensenkung (konzernweit ebenfalls etwa 50 Mio. €). Deren Beitrag war sogar etwas höher als erwartet. Insgesamt sind zwar beim Ergebnis vor Ertragsteuern sowie bei der Umsatzrendite die angekündigten kräftigen Rückgänge zu berichten, in absoluten Werten übertrafen sie aber unsere ursprüngliche Planung.

Die Umsatzprognose für das Segment Pumpen (deutlicher Rückgang) hat sich bestätigt. Das erwirtschaftete Ergebnis lag allerdings um 5,5 Mio. € über dem Wert des Jahres 2015 und nicht, wie vorgesehen, kräftig darunter. Der Auftragseingang sollte deutlich steigen, eingetreten ist infolge der konjunkturellen Rahmenbedingungen ein Rückgang um 4,5 %.

Auch im Segment Armaturen war die schwierige Marktsituation spürbar. Dementsprechend war der erwartete stabile Auftragseingang nicht realisierbar; wir verbuchten 10,0 % weniger Bestellungen. Beim Umsatz zeigte sich dies in deutlichen Rückgängen; vor einem Jahr rechneten wir hier sogar noch mit einer kräftigen Abschwächung. Das Ergebnis liegt, wie angekündigt, kräftig unter Vorjahr.

Im Service bestätigte sich unsere Prognose eines geringfügigen Umsatzwachstums. Der Ergebnisrückgang fiel kräftig und nicht wie erwartet moderat aus. Den Zielwert beim Auftragseingang (moderater Anstieg) erreichten wir allerdings nicht; wir mussten einen geringfügigen Rückgang verkraften.

Die Nettofinanzposition hat sich mit 259,5 Mio. €, nach 211,3 Mio. € im Vorjahr, besser entwickelt als vor zwölf Monaten geplant (geringfügig unter 211 Mio. €).

Die Geschäftsentwicklung stellte sich somit im Berichtsjahr bei Auftragseingang und Umsatz insgesamt etwas weniger günstig dar als erwartet. Für unsere Ergebnisgrößen sowie die Nettofinanzposition hingegen war die Entwicklung insgesamt etwas besser als erwartet.

KSB verfügt unverändert über eine gesunde finanzielle Basis für die Zukunft. Die eingeleiteten Maßnahmen zur dauerhaften Verbesserung unserer Kostenstrukturen werden diese Basis nachhaltig stärken.

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